Informatik ist das jüngste Fach
im gymnasialen Fächerkanon in Bayern.
Durch die enormen Möglichkeiten der
Verknüpfung von Daten war es Zeit, die schaffende Bevölkerung von
morgen mit einer Denkweise vertraut zu machen, mit der es möglich
ist, riesige Datenbestände verwalten und verknüpfen zu können.
Ein einfaches, persönliches
Adressbuch ist erheblich leichter zu nutzen als ein Datenbestand
eines großen Kaufhauses, insbesondere wenn viele Menschen mit
unterschiedlichen Zwecken mit denselben Daten arbeiten.
Die allgemeine Datenstruktur lernen die
Schüler zunächst in der Datenmodellierung (Datenbank) kennen. In
der Objektorientierten Modellierung erfahren sie eine Denkstruktur,
die allgemein für Problemlösungen gültig ist. Die Praxis findet
ihren Höhepunkt in der Programmiersprache Java, die in den
Denkansätzen behandelt wird, um zu prüfen, ob die gedankliche
Modellierung in Objekten das gestellte Problem wirklich löst.
Außerdem lernt man die Grenzbereiche der eigenen Modellierung in der
Praxis kennen.
Automaten sind in Java realisierbar,
ebenso wie Programmierung von Handies oder Programmierung kleinerer
Prozessanwendungen.
Java ist unabhängig vom
Betriebssystem; es wurde aus der Stammsprache C weiterentwickelt. Bei
einem späteren naturwissenschaftlichen Studium bzw. beim
Maschinenbaustudium ist das Erlernen einer solchen Sprache
Pflichtfach in den Anfangssemestern. Letztlich in kaufmännischen
Ausbildungsberufen der gehobenen Ansprüche muss man in diesem Fach
Kenntnisse haben oder sich im Schnellverfahren verschaffen.
Der Informatiker ist ein Freund des
schlichten und einfachen Denkens, seine Hilfsmittel hält er stets
möglichst einfach und nutzt dabei Bausteine, die ihm bereits bekannt
sind.