Spanisch

Besuch aus Costa Rica

 

Maria, eine 20 jährige Costa Ricanerin besuchte das Karl-Ernst-Gymnasium in Amorbach. Die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Spanisch und der Klasse 8a hatten viele Fragen für sie vorbereitet. Maria war gerne bereit diese Fragen zu beantworten und die Schüler mit auf eine Reise nach Mittelamerika zu nehmen.

Um das Eis ein wenig zu brechen erzählte Maria zuerst, warum sie sich in Deutschland aufhält: Sie arbeitet für die evangelische Kirche in Costa Rica und möchte dazu beitragen die Partnerschaft zwischen Bayern und dem mittelamerikanischen Land auszubauen. In ihrer Heimat leitet sie verschiedene Jugendprojekte.

Danach erzählte sie den Schülern, dass sie zusammen mit ihren Eltern und zwei Geschwistern in San José, der Hauptstadt Costa Ricas, lebe.

Natürlich waren die Schülerinnen und Schüler auch an Marias Hobbys und dem typischen Tagesablauf eines Costa Ricanischen Schülers interessiert. Maria erzählte, dass die Kinder in den Schulen gruppenweise unterrichtet würden. Das heißt morgens besuchen die jüngeren und nachmittags die älteren Kinder die Schule. Unsere Schüler waren erstaunt zu hören, dass der Unterricht normalerweise um 7.00 Uhr beginnt. Für die Nachmittagsgruppe endet der Schultag um 16-17 Uhr. Doch danach haben die meisten Schüler keine Freizeit. Neben den Hausaufgaben müssen viele noch arbeiten gehen, um ihre Familien zu unterstützen. Diese Mehrfachbelastung führt bei zahlreichen Jugendlichen zu Problemen.

Außerdem wollten die Schülerinnen und Schüler des KEG wissen, wie der „normale" Costa Ricaner so sei. Maria erzählte, dass es sich bei den „Ticos" (nicht nur während einer Fußballweltmeisterschaft) um freundliche, aufgeschlossene und herzliche Menschen handle.

Angesichts des unbeständigen Wetters bei uns in Deutschland waren die Schüler auch an der Flora und Fauna sowie am Klima in Costa Rica interessiert. Sie erfuhren, dass es in Costa Rica atemberaubende Landschaften gibt. Außerdem erklärte unsere Besucherin, dass es in Costa Rica, anders als in Europa, keine vier sondern nur drei Jahreszeiten gebe.

Die KEGler hatten auch Fragen zu verschiedenen Festen wie z.B. Weihnachten oder Ostern vorbereitet, welche von Maria gerne beantwortet wurden.

Danach wollten die Schüler auch noch wissen, was es in Costa Rica zu essen gibt. Maria erzählte, dass es das typische Gericht „Gallo Pinto" (eine Mischung aus Reis, Bohnen, Eiern und Speck) quasi zu jeder Tages und Nachtzeit gereicht werde. Es sei sogar völlig normal dieses Gericht schon zu Frühstück zu verspeisen.

Bei den Schülerinnen und Schüler kam der Besuch sehr gut an, wie die folgenden Zitate belegen:

  • Es war interessant eine Muttersprachlerin zu hören. Der Besuch war sehr informativ und hat Unterschiede zwischen Deutschland und Costa Rica aufgezeigt.
  • Es war gut Gelerntes anwenden zu können.
  • Man musste sich spontan neue Fragen ausdenken und auf die Ausführungen Marias reagieren, weil sie ihrerseits Fragen an uns stellte. Das war eine gute Übung.
  • Man musste „Spanisch" denken, d.h. man hörte etwas auf Spanisch und überstezte es nicht gleich ins Deutsche, sondern man dachte „Spanisch".
  • Man lernt, dass man nicht jedes einzelne Wort kennen muss, um den Kontext zu verstehen.
  • Es war interessant zu sehen, dass man sich nach „nur" 1 ½ Jahren Spanisch mit einer Muttersprachlerin verständigen kann.
  • Maria war sehr nett, freundlich und aufgeschlossen

Die Schülerinnen und Schüler des KEG bedanken sich bei Maria und wünschen ihr alles Gute für die Zukunft. ¡Muchas gracias y cuídate!

Un saludo cordial,

Maria und die Klasse 8a/c