Trotzdem gefiel es mir schnell sehr gut, da die Leute alle sehr offen und interessiert auf mich zukamen.
Besonders genoss ich es, wenn sich die Großfamilie traf. Zusammen sind das 46 Leute. Und dann gab es sehr oft „Hazado“ – ein Grillgericht. Und Mate!!! Ein Kraut in einem ausgehöhlten kleinen Kürbis oder einem anderen Gefäß, mit einem Saugröhrchen, das immer wiederaufgegossen wird und reihum geht, wie die Friedenspfeife! Selbst bei der größten Hitze laufen die Argentinier deshalb immer mit Thermoskanne herum - ich habe es sehr schnell lieben gelernt und trinke es jetzt auch noch zu Hause, wenn Zeit ist!
Da ich nie alleine war, lernte ich schnell mich besser auf Spanisch zu verständigen.
An den Wochenenden fanden viele Feiern statt, da in meiner Zeit dort viele Freundinnen meiner Austauschschülerin Tati 15 wurden. Dieser Geburtstag wird bei den Mädchen besonders groß gefeiert.
Die ersten drei Wochen hatte ich noch Sommerferien dann begann die Schule. Ein Schuljahr ist in drei Semester eingeteilt, außer den dreimonatigen Sommerferien gibt es nur noch im Winter zwei Wochen frei.
Da die staatlichen Schulen in ganz Argentinien ein sehr niedriges Niveau haben gehen alle Kinder der Familie Gomez auf Privatschulen, auch wenn sie nicht besonders viel Geld haben.
Neben der Schule gehen viele Kinder noch in einen privaten Englischunterricht, um die Grundlagen besser zu lernen. Meine „ Geschwister“ gingen in Englisch und die Mädchen spielten zusätzlich Volleyball. Ich wurde überallhin mitgenommen und hatte bald jede Menge Freunde und Freundinnen.