Ausgezeichnete Zukunft:
Wie das KEG Amorbach Klima- und Umweltschutz lebt

Wenn junge Menschen lernen, Verantwortung für die Welt von morgen zu übernehmen, dann geschieht das am Karl-Ernst-Gymnasium Amorbach nicht nur im Unterricht, sondern im gelebten Schulalltag. Zum dritten Mal in Folge wurde das unterfränkische Gymnasium mit dem Prädikat „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ ausgezeichnet – eine Anerkennung für konsequenten Umwelt- und Klimaschutz, der Wissen, Handeln und Haltung miteinander verbindet.

Grundlage der erneuten Auszeichnung sind die verschiedenen Aktivitäten des vergangenen Schuljahres. In den zwei gewählten Handlungsfeldern „Klimaschutz“ und „Biodiversität im Schulumfeld“ wurden ganzjährig vielfältige Aktionen an der Schule organisiert. Besonders in Erinnerung geblieben sind den Beteiligten der Besuch dreier Referenten der foodsharing-Bewegung sowie die interaktive Wanderausstellung „Trinkwasser für Unterfranken“ der Regierung von Unterfranken. Diese gastierte für einen Monat im Haus und lud auch Schüler der umliegenden Grund- und Mittelschulen zu einem Besuch ein.

Auch im neuen Jahr sind bereits erste Aktionen geplant, organisiert und teilweise schon durchgeführt worden. So werden an der Schule seit mehreren Wochen fleißig alte Handys gesammelt, um die enthaltenen Rohstoffe gezielt recyclen zu können. Den Auftakt dieser Aktion markierte die Teilnahme der Schule an der „Europäischen Abfallvermeidungswoche“, die dieses Jahr unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen: Elektroschrott vermeiden“ standfand. In Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Laden der KJG Mömlingen fand dazu im November auch ein Aktionstag für die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe statt. Aktuell wird durch den Verkauf der „Guten Schokolade“ die Aufmerksamkeit der Heranwachsenden auf einen verantwortungsbewussten Konsum gelenkt. Bisher wurden bereits so viele Schokoladentafeln am KEG verkauft, dass dadurch die Pflanzung 65 neuer Bäume finanziert werden konnte. Der Vorteil an der „Guten Schokolade“ besteht für die Initiatoren darin, dass die Bäume da gepflanzt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden und den größten positiven Einfluss haben können – in sorgfältig ausgewählten Projekten, die Ökosysteme wiederherstellen, lokale Gemeinschaften stärken und im Kampf gegen die Klimakrise tatsächlich helfen.

Das KEG Amorbach zeigt eindrucksvoll mit seinem unermüdlichen Einsatz, dass Umweltbildung mehr ist als ein Projekttag. Sie ist Teil der Schulkultur – und genau deshalb ist die erneute Auszeichnung als „Umweltschule in Europa“ hochverdient.

Heike Balling

Stolz präsentieren die Umweltsprecher der fünften bis elften Jahrgangsstufe die Flagge der Umweltschulen, die sie anlässlich der wiederholten Auszeichnung überreicht bekommen haben. Bildrechte: Heike Balling