Das Karl-Ernst-Gymnasium setzt sich gegen den Blutkrebs ein

Amorbach. In Deutschland wird alle 12 Minuten eine Person mit der Diagnose Blutkrebs konfrontiert. Die Behandlung dieser schwerwiegenden Krankheit erfolgt mithilfe von Stammzellen. Die benötigten Stammzellen können nur über Spender gewonnen werden. Dafür eignen sich zwei Methoden. In der Regel werden Stammzellen aus dem Blut gefiltert. In nur etwa 10 Prozent der Fälle muss das Knochenmark am Beckenkamm zur Entnahme genutzt werden. Bei beiden Optionen bedarf es der Bereitschaft eines anderen, betroffenen Menschen zu helfen.

Seit einigen Jahren engagiert sich das Karl-Ernst-Gymnasium Amorbach in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) mit Sitz in Heidelberg bei der Suche nach diesen potenziellen Stammzellenspendern. Die DKMS sammelt und vermittelt Stammzellenspenden in Deutschland und anderen Partnerländern. Für die Aufnahme in die Kartei können sich alle gesunden Personen zwischen 17 und 55 Jahren registrieren lassen. Das Verfahren zur genetischen Bestimmung ist völlig schmerzfrei, denn es erfolgt über Abstriche mit Wattestäbchen im eigenen Mundraum.

Am Montag, den 19.01.2026, besuchte die DKMS wieder das Karl-Ernst-Gymnasium in Amorbach. Schon in den vergangenen Jahren konnten über 100 potenzielle Spender in die Datenbank aufgenommen werden. Eine Registrierung führte dann auch zu einer Stammzellenspende und einer erfolgreichen Behandlung. An diese guten Ergebnisse knüpfen die Schülerinnen und Schüler der 12. und 13. Jahrgangsstufe in diesem Jahr wieder an.

Die Schülerinnen und Schüler wurden über einen Impulsvortrag seitens der Schulbeauftragten der DKMS und einer Spenderin über die Krankheit Blutkrebs, die Registrierung, die eigentliche Stammzellenspende und die Behandlung der Krankheit umfangreich informiert. Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler die Abstriche machen und sich für die Kartei registrieren lassen.

Mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler hat sich bei der DKMS erfassen lassen und leistet damit schon jetzt einen bemerkenswerten Beitrag für die Behandlung von Blutkrebs. Und vielleicht gelingt es dem Amorbacher Gymnasium wieder, einem Menschen durch eine Stammzellenspende zu helfen.

Michael Grigo