Inklusionssporttag am Karl-Ernst-Gymnasium: Bewegung verbindet
Wie fühlt es sich an, mit Einschränkungen Sport zu treiben? Wie lebt es sich im Alltag mit einer Behinderung? Diesen und weiteren Fragen gingen die Sechstklässler des Karl-Ernst-Gymnasiums (KEG) im März 2026 im Rahmen eines Inklusionstags nach, der von Schülern der 11. Jahrgangsstufe im P-Seminar (=Projektseminar) im Fach Sport organisiert wurde.
Nach einer intensiven Vorbereitungsphase gestalteten die Schüler des P-Seminars einen abwechslungsreichen Tag, bei dem die jüngeren Schüler nicht nur theoretisch an das Thema Inklusion herangeführt wurden, sondern vor allem praktische Erfahrungen sammeln konnten. Unterstützt wurden sie dabei von zwei externen Vertretern des BVS Bayern (=Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband): Frau Pawellek und Herrn Gläser. Die Leitung des gesamten Projekts übernahm Herr Lindner.
Ablauf des Tages
Zu Beginn erhielten die Sechstklässler in einer kurzen Präsentation grundlegende Einblicke in das Thema Inklusion und die Bedeutung von Teilhabe im Sport. Anschließend konnten sie drei besondere Sportarten selbst ausprobieren.
Beim Goalball, einer speziell für sehbehinderte und blinde Menschen entwickelten Sportart, versuchten die Schüler, mit verbundenen Augen einen klingenden Ball ins gegnerische Tor zu rollen. Besonders gefordert waren dabei Orientierung und Teamarbeit.
Beim Sitzvolleyball wurde das bekannte Volleyballspiel an die Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Einschränkungen angepasst. Die Schüler spielten im Sitzen auf dem Boden und merkten schnell, wie herausfordernd Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit dabei sind.
Auch beim Wheelchair-Soccer konnten die Teilnehmer neue Erfahrungen sammeln. In den vom BVS Bayern bereitgestellten Rollstühlen versuchten sie, den Ball zu kontrollieren und Tore zu erzielen. Dabei unterstützte Herr Gläser die Schüler aktiv und vermittelte wertvolle Einblicke in die Sportart.
Der Inklusionssporttag zeigte eindrucksvoll, wie wichtig gegenseitiges Verständnis und Offenheit im Umgang miteinander sind. Für die Sechstklässler war es nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein lehrreicher Tag, der ihnen neue Blickwinkel eröffnete. Die Rückmeldung aller Beteiligter fiel sehr positiv aus, insbesondere habe sich die „Sicht auf Inklusion“ der Schüler durch das Projekt verändert. Die Schulfamilie des KEG freut sich daher, ein solches Event in naher Zukunft einmal zu wiederholen.
Julian Müller







