Vortrag über „Mobiles Bezahlen“

Jetzt sind wir quitt! Oder Kwitt?

Tobias Geiger, Betriebswirt und Geschäftsstellenleiter der Sparkasse Amorbach, informiert im Wirtschaft-und-Recht-Unterricht am Karl-Ernst-Gymnasium über mobiles Bezahlen

Smartphonebasierte Bezahlverfahren erfordern zuerst die Eröffnung eines Girokontos. Dann – so erfahren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b von Geschäftsstellenleiter Geiger – können die Erziehungsberechtigten dem Online-Banking zustimmen. Sind die Eltern damit einverstanden, ist es möglich, bargeldlosen Zahlungsverkehr über verschiedene digitale Endgeräte zu tätigen. Dazu zählt auch das Mobiltelefon.

Kwitt ist eine App, mit der man die gleichen Sicherheitsstandards wie beim Online-Banking hat und direkt per Handynummer einer Kontaktperson Geld überweisen oder Geld von ihr anfordern kann. Kleinere Beträge bis 30 Euro können sogar ohne die Generierung und Eingabe einer Transaktionsnummer (TAN) überwiesen oder angefordert werden. Das geht so leicht wie das Versenden einer WhatsApp.

Eine Freundin hat dir Geld fürs Kino geliehen? Mit dem Programm Kwitt kannst du es schnell und bequem von Handy zu Handy zurückzahlen. Dabei müssen der Zahlungspflichtige und der Zahlungsempfänger nicht bei der gleichen Hausbank ihr Konto haben. Kwitt funktioniert zwischen allen deutschen Girokonten.

Kwitt wurde 2016 eingeführt und hat inzwischen 1,5 Millionen Nutzer. Solche Peer-to-Peer (P2P) Zahlungen werden in den USA bereits häufig genutzt. Das größte amerikanische Pendant zu Kwitt heißt Zelle. Mit Zelle wurden im Jahr 2019 Geldübertragungen im Wert von 160 Millionen US-Dollar gemacht, Tendenz steigend.

Autoren: Klasse 9b, KEG Amorbach

Foto: © Max Schulz